Weibliche U14 holt sensationell Bronze bei der Staatsmeisterschaft!

Weibliche U14 holt sensationell Bronze bei der Staatsmeisterschaft!

Sensationeller Erfolg für weibliche U14 Mannschaft  des Trainerduos Gizella Balogh und Joachim Bernhardt. Zum ersten Mal in der Geschichte des ALPLA HC Hard, wurde im weiblichen Bereich eine Medaille bei einer Staatsmeisterschaft geholt. Zudem wurde Sara Kojic als bester rechter Flügel und Kristina Trifunovic als beste Torfrau in das All-Star-Team gewählt.

Ziel war es nach dem Gewinn der Landesmeisterschaft und der Bezirksmeisterschaft Bodensee Donau, nach Niederösterreich zu reisen, um zu zeigen, dass auch in Hard hervorragende Nachwuchsarbeit im weiblichen Bereich geleistet wird.

Die haushohen Favoritinnen von Hypo NÖ und Wien Atzgersdorf, welche bis zu fünf Mal in der Woche trainieren, wollte man zumindest ärgern. Bei einer guten Leistung sollte auch gegen die restlichen Gegnerinnen die eine oder andere Überraschung möglich sein.

Im ersten Spiel ging es gegen St. Pölten. Man war gewarnt, denn diese brachten im ersten Spiel den späteren Staatsmeister Atzgersdorf ins Wanken. So stand es  auch schnell 4:1 für die Niederöstereicherinnen. Getragen durch eine gute Abwehr und einer bestens aufgelegte Torfrau, konnte man den Rückstand bis zur Pause auf ein Tor verkürzen. Nach der Pause agierten die Jungteufelinnen deutlich mutiger und durch einige Tempogegenstöße, sowie schön ausgespielte Angriffe konnten sich die Mädels ein vier Tore Polster herausspielen, welches bis zum Schluss nicht mehr abgegeben wurde. Das Spiel endete mit 19:15 für Hard.

Im zweiten Spiel gegen Atzgersdorf, wurden die Harderinnen innerhalb weniger Minuten mit 6:1 aus Sicht der Gegnerinnen überrannt. Nach dem ersten Schock fingen die Harderinnen an Handball zu spielen und 10 Minuten später wurde der Ausgleich zum 8:8 geschafft. Zur Pause stand es dann 11:10 für Atzgersdorf. Das Spiel war danach noch fünf Minuten offen. Dann war klar, dass die Kräfte der Harderinnen nicht mehr reichen würden, um Atzgersdorf zu gefährden. Es bekamen dann alle Spielerinnen ihre Einsatzzeiten. Sie bedankten sich mit einem couragierten Auftritt gegen die körperlich überlegenen Wienerinnen. Atzgersdorf gewann nicht wenig überraschend mit 25:16.

Am nächsten Tag im Halbfinale hieß dann der Gegner Hypo Niederösterreich. Ein ähnlicher Brocken wie zuvor Wien. Nach dem 4:1 für Hypo konnte man dann doch recht gut mithalten und der Rückstand wurde bis zur Pause bei einem Stand von 9:6 auch gehalten. In der zweiten Hälfte zeichnete sich schnell ab, dass auch dieses Spiel nicht zu gewinnen ist. Um Kräfte für das Spiel um Platz 3 zu sparen, bekamen die Leistungsträgerinnen ihre verdiente Pause. Das Spiel ging klar mit 24:12 verloren.

Nun Stand man vor dem letzten Spiel um den Platz 3. Gegnerinnen waren die Mädchen von der HSG Bärnbach/Köflach, welche im Halbfinale gegen Atzgersdorf in den letzten zwei Minuten den Sieg verspielt hatten. Man war also gewarnt vor einem sehr starken steirischen Gegner. Mit einem 4:1 starteten die Harderinnen erfolgreich ins Spiel. Der Schwerpunkt lag auf einer starken und aggressiven Abwehr. Die Gegnerinnen konnten dann auch aufgrund umstrittener Schiedsrichterentscheidungen wieder Tor um Tor aufholen und zogen bis zur Pause mit 9:8 vorbei.

In der zweiten Halbzeit war das Spiel kaum an Spannung zu überbieten. Mehr als ein Tor unterschied gab es bis 13 Sekunden vor Schluss nicht mehr. Die Strafen und die 7-Meter wurden von den steirischen Schiedsrichtern sehr ungleich verteilt. Die Steirerinnen bekamen neun 7-Meter zugesprochen und Hard nur einen. Bei den Zweiminutenstrafen stand es sogar 6:0 für Hard. Aber auch dieser Umstand brachte die Jungteufelinnen nicht aus der Fassung. So überstand man auch ein doppeltes Unterzahlspiel unbeschadet. Den Steirerinnen gelang zwei Minuten vor Schluss nochmals der Ausgleich. Mit einem Doppelschlag machten die überglücklichen Jungteufelinnen dann die Sensation perfekt.

Das ganze Wochenende war geprägt von einer sehr starken und kämpferischen Mannschaftsleistung. Grundlage war eine starke Abwehr mit einer ausgezeichneten Torhüterin. Aber auch im Angriff überraschten die Mädels mit ihrem schnellen Spiel, sowie ihrem Ideenreichtum und Durchsetzungsvermögen, welches immer wieder für schöne Tore sorgte. Von den gegnerischen Trainerteams wurden sie gelobt und in Zusammenhang mit zwei Trainingseinheiten pro Wochen und dem Bekenntnis, dass in Hard im weiblichen Bereich nur Breitensport angeboten wird, gab es ein respektvolles Staunen.

Der dritte Platz bei der Staatsmeisterschaft war sicherlich der größte Erfolg dieser Mannschaft, welche schon teils über fünf Jahre in dieser Formation spielt. Der Erfolg beruht auf viel harter Arbeit in der Vergangenheit.

Ein kleiner Rückblick:

Die Mädels haben neben diesem historischen Erfolg in der weiblichen Vereinsgeschichte mit ihrer Mannschaft seit damals viel erreicht. Viermal Landesmeister und dreimal Meister in der Bezirksliga Bodensee-Donau, können sie auf ihrem Konto verbuchen. Dreifache Teilnehmerinnen bei der Staatsmeisterschaft.

Die letzten vier Jahre wurden sie erfolgreich von den Trainern Eszter und Christian Telsnig in der U12 und von Gizella Balogh und Joachim Bernhardt in der U14 trainiert. Sie bestritten dabei 97 Meisterschaftsspiele mit einem Torverhältnis von 2317:1355. Es konnten dabei 70 Spiele gewonnen werden. In dieser Zeit wurden zur An- und Abreise in gegnerische Hallen 9600 km zurückgelegt.

Zwischen den Spielerinnen wurden teils enge Freundschaften geschlossen. Ein erheblicher Teil der Mannschaft wurde immer wieder in die Vorarlberger Auswahl berufen. Ja sie können stolz auf das Erreichte sein.

Jetzt heißt es dann teils Abschied voneinander nehmen. Die meisten Spielerinnen werden in die wU16 aufsteigen und andere noch in der wU14 weiterspielen. Auf der Suche nach einer neuen sportlichen Herausforderung wechselt ein kleiner Teil auch den Verein. Allen wünschen wir zukünftig viel Glück und Erfolg.

An dieser Stelle möchten wir uns im speziellen bei den Trainern für die schönen gemeinsamen Jahre bedanken. Danke, dass ihr eine Umgebung geschaffen habt, bei dem die Mädels sich sowohl sportlich als auch menschlich weiterentwickelt haben. Dank gilt auch allen Eltern, Verwandten und Freunden, welche die Mädels im Schiedsgericht, in der Kantine, als Fotograf, als Fahrdienst und immer auch als treue Fans unterstützt haben.

HIER geht es zu den Ergebnissen der Staatsmeisterschaft.

Kader: Kristina Trifunovic (Tor), Larissa Lürzer, Sara Kojic, Marie Huber, Letizia Culina, Kim Gander, Vera Helbok, Leonie Novacic, Sarah Helbok, Alisa Lechtaler, Linda Mager, Fiona Stockmaier, Jelena Trifunovic, Anja Schneider

 

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Gerald Zeiner