Dominik Schmid

Unser Coach Klaus Gärtner im Interview zur aktuellen Situation

 

Im aktuellen Interview spricht Klaus Gärtner über die momentane Situation.

Das Wichtigste vorab: Wie geht es dir und deiner Familie?

Mir geht es sehr gut. Danke der Nachfrage. Ich würde aber viel lieber mit den Jungs in der Halle stehen. In meiner Familie gibt es zum Glück aktuell keinen Corona-Fall. Alle sind gesund. Aber die Situation ist natürlich auch in der Familie das vorherrschende Thema. Jeder spekuliert über die Dauer der Krise und macht sich sorgen um die Zukunft. Aber es gibt auch positive Aspekte der Krise. Ich freue mich über die große Solidarität der Menschen in Österreich und Deutschland. Vielleicht bringt uns diese außergewöhnliche Situation als Gesellschaft wieder näher zusammen und es kommt zu einem kleinen Wertewandel. Vielleicht verschiebt der Corona-Virus den Blickwinkel und man sieht endlich was wirklich wichtig ist. An dieser Stelle ein großes Dankeschön und großen Respekt an alle die sich in den Dienst der Gesellschaft stellen und für uns den Laden am laufen halten. Danke!

Wie sieht dein Alltag zur Zeit aus und wie hältst du die Junges bei Laune und vor allem fit?

Mein Alltag ist gerade nicht so spannend. Wir versuchen die Jungs über individuelle Trainingsprogramme fit zu halten. Ein Vorteil ist sicher, dass wir über unser Polar System in der Lage sind die Trainingseinheiten online zu kontrollieren. Bisher sind die Jungs sehr diszipliniert. Diese Woche starten wir zusätzlich mit einem Online-Videotraining. Dann sehen sich die Jungs wenigstens mal beim Training. Dazu versuche ich die Jungs auch über die eine oder andere Nachricht zu motivieren. Ein Sportler und dessen Motivation lebt natürlich von Zielen. Unser Ziel war und ist die Meisterschaft. Aber momentan wissen wir nicht, ob wir überhaupt noch einmal spielen. Niemand weiß aktuell ob und wie es weiter geht. Im Prinzip versuchen wir im dichten Nebel eine Zielscheibe zu anvisieren und den Fokus auf das Ziel zu behalten.

Wie schätzt du die aktuelle Lage ein, ist ein Spielbetrieb aus deiner Sicht diese Saison noch realistisch?

Wir wissen wie gesagt nicht, ob wir dieses Jahr noch mal spielen. In der aktuellen Situation ist es wichtig, dass wir alle uns an die Vorgaben der Regierung halten und gemeinsam gegen die Ausbreitung des Virus kämpfen. Das Ziel muss sein so schnell wie möglich wieder zur Normalität zurückkehren zu können. Sport und Kultur spielen da eine untergeordnete Rolle. Zuerst muss die Wirtschaft wieder gestartet werden, damit der Schaden für uns alle nicht zu groß wird. Ein Spielen in dieser Saison halte ich aus den Gründen für sehr unwahrscheinlich. Allerdings fände ich es sehr sehr schade, wenn sich Michi Knauth nicht auf dem Spielfeld verabschieden könnte.

Sollte die Liga fortgeführt werden, wie schätzt du die sportliche Situation? Steigt die Verletzungsgefahr?

Tja, gute Frage. Wir haben uns als Mannschaft gesagt, dass wir bereit sein wollen, wenn es weiter geht. Allerdings ersetzt ein allgemeines athletisches Training kein spezifisches Handballtraining. Je nach Länge der Zwangspause bräuchte man sicher wieder eine gewisse Zeit um sich auf den Spielbetrieb vorzubereiten, sonst wäre die Verletzungsgefahr sicherlich erhöht.

Du wechselst ja zu den Rhein Neckar Löwen nach Deutschland. Dort gibt es mittlerweile einige bestätigte Fälle, wie ist die Stimmung dort?

Ja, die Rhein-Neckar Löwen hat der Corona-Virus voll erwischt. Ich glaube kein Verein hat so viele bestätigte Corona-Fälle. Ich hatte Kontakt mit Spielern und Offiziellen. Die Stimmung ist natürlich bedrückt. Der Saisonabbruch ist für die Handballer eine große finanzielle Belastung. Einige Vereine kämpfen ums überleben. Aber es scheint als gäbe es, wie in der Gesellschaft, eine große Solidarität. Vereine, Spieler, Sponsoren und Fans ziehen an einem Strang. Die Handball-Familie steht zusammen. Das freut mich.

Abschließende Frage: es ist ja bekannt, dass du gerne in die Berge zum Skifahren oder Biken gehst. Wie bleibst du fit?

Leider ist die Ski Saison beendet. Sehr schade, aber die richtige Maßnahme. Ich versuche mich über Biken und ein bisschen allgemeine Kräftigung im Wohnzimmer fit zu halten. Allerdings versuche ich beim Biken ein bisschen vorsichtig zu sein, damit ich nicht stürze. Ansonsten vertreten wir uns die Beine im Freien. Aber nur in dem Ausmaß, wie von der Regierung empfohlen.

Vielen Dank für das Interview.

 

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