Starke Aufholjagd bleibt unbelohnt: Hard scheidet knapp aus
Eleftherios Papazoglou eröffnet die Partie mit einer Parade. Doch auch der gegnerische Keeper setzt früh ein Zeichen: Stefan Ardjelan entschärft die ersten Würfe der Roten Teufel, sodass es bis zur achten Spielminute dauert, ehe Dejan Babic vom Kreis den ersten Harder Treffer erzielt. Zu diesem Zeitpunkt haben allerdings auch die Serben erst dreimal getroffen. Nach rund zehn Minuten muss Mathias Sonne Domino verletzt vom Feld. Daraufhin kehrt Marc-André Haunold nach seiner knapp zweimonatigen Verletzungspause auf die Platte zurück. Im Harder Angriff schleichen sich jedoch zu viele technische Fehler ein, während Unkonzentriertheiten in der Defensive zu schnellen Gegentoren führen. Beim Spielstand von 2:8 nach rund zwölf Minuten bittet Headcoach Spyros Balomenos seine Mannschaft zur ersten Auszeit.
Danach funktioniert offensiv deutlich mehr. Lukas Fritsch und Berkant Cirit netzen ein, doch auch die Gäste verwerten ihre Chancen konsequent. In der 19. Minute kommen die Vorarlberger auf 6:11 heran, ehe die Serben immer wieder Lücken in der offensiven Harder Abwehr finden und ihren Vorsprung auf acht Tore ausbauen (6:14; 21.). Doch die Roten Teufel reagieren: Zwei Treffer von Nico Sager von der Siebenmeterlinie sowie Tore von Dejan Babic und Matthias Hild sorgen für einen 4:0-Lauf. Die Gäste finden allerdings rasch wieder zurück ins Spiel. Nach 30 Minuten geht es mit einem deutlichen 13:19-Rückstand in die Kabinen.
Auch der Start in die zweite Hälfte bringt zunächst nicht die erhoffte Wende. Die nun defensiver ausgerichtete Harder Abwehr steht im Zentrum kompakter, dafür kommen die Außenspieler von Dubočica zu ihren Treffern und halten den Vorsprung konstant. Im Angriff übernimmt in dieser Phase vor allem Lukas Fritsch Verantwortung. Mit seiner Torgefahr bindet er mehrere Gegenspieler, schafft damit Räume für seine Nebenmänner und sorgt auch selbst immer wieder für Treffer. Nico Sager bleibt vom Siebenmeterstrich souverän und verkürzt in der 37. Minute auf 17:22.
Beim Stand von 22:27 nimmt Balomenos erneut ein Timeout – und seine Mannschaft findet danach immer besser ins Spiel. Mit einer stärkeren Defensivleistung erzwingen die Harder technische Fehler beim Gegner und arbeiten sich Tor um Tor heran. Fritsch trifft in der 46. Minute bereits zum sechsten Mal, Sager verkürzt mit seinem siebten Treffer auf vier Tore. Nach einer Parade des erst 19-jährigen Leandro Kocar, der mittlerweile das Harder Tor hütet, stellt Ante Tokic auf 25:28 (47.). Als Fritsch wenig später zum 26:28 trifft, ist die Teufelsarena endgültig wieder da. Mit einem starken 7:1-Lauf haben sich die Roten Teufel zurück in die Partie gekämpft und sorgen für hochspannende Schlussminuten.
Rund fünf Minuten vor dem Ende erzielt Matthias Hild den umjubelten Ausgleich zum 29:29. Zwei Minuten vor Schluss steht es 31:31. Doch auch die offensivere Harder Abwehr kann die Serben in der entscheidenden Phase nicht mehr stoppen. Mit einem Doppelpack ziehen die Gäste auf 33:31 davon. Fritsch verkürzt mit seinem zehnten Treffer des Abends nochmals, doch Dubočica setzt mit dem letzten Tor der Partie den Schlusspunkt. Nach 60 intensiven Minuten müssen sich die Roten Teufel mit 32:34 geschlagen geben. Gemeinsam mit der knappen 33:34-Niederlage aus dem Hinspiel bedeutet das das Aus im EHF European Cup Men. Hard verpasst den Einzug in die nächste Runde mit insgesamt drei Toren Differenz.
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Stimmen zum Spiel
Spyros Balomenos – ALPLA HC Hard:
„Wir haben leider eine sehr schlechte erste Halbzeit gespielt. Die fehlende Konzentration hat uns das Spiel gekostet. In der zweiten Hälfte haben wir uns dann stark zurückgekämpft. Am Ende haben kleine Details entschieden. Wir müssen uns jetzt zusammen zurückkämpfen, es ist sehr schwierig, nach vier Spielen ohne Sieg dazustehen. Ich bin trotzdem stolz auf die Mannschaft, weil sie gekämpft hat bis zur letzten Sekunde. Alle gesunden Spieler, die wir haben, müssen jetzt weiterkämpfen. Am Mittwoch folgt das nächste Spiel und wir wollen unbedingt diese zwei Punkte, die sind unglaublich wichtig für uns.“
Dejan Babic – ALPLA HC Hard:
„Natürlich sind wir enttäuscht, sauer und alles, es ist schon wieder eine Niederlage. Und ich glaube, wir sollen uns auch so fühlen, weil manchmal ist es eben nicht genug, alles zu geben. Ab und zu ist es wichtig, konsequent zu sein und ganz direkt ausgedrückt einfach Eier zu haben in solchen entscheidenden Spielen. Ich kann unserem Gegner nur gratulieren, sie haben es verdient, sie haben gut gekämpft bis zur letzten Sekunde. Unsere Aufgabe ist es nun noch fleißiger zu trainieren und vor allem das Mindset zu ändern, damit wir aus dieser schwierigen Phase herauskommen.“