Alpla HC Hard stutzt den Silberstieren aus Schwaz die Hörner
Co-Kapitän Lukas Fritsch trägt sich gleich nach Anwurf in die Torschützenliste ein und bringt die Harder erstmalig in Front. Doch die nächsten zwei Minuten sind ein kleines Pleiten, Pech & Pannen. Zuerst ein technischer Fehler, dann bereits die erste 2-Minuten Strafe für Matthias Hild nach zwei Minuten und anschließend ein Wechselfehler nach Empty-Net und somit eine doppelte Unterzahl. Routinier Sebastian Spendier weiß dies zu nützen und sorgt für den ersten Führungswechsel (2:1).
Die Achse Dejan Babic – Tumi Runarsson funktioniert aber auch in Unterzahl prächtig und so überstehen die Harder diesen ersten Test unbeschadet. Altmeister Golub Doknic entschärft dann die erste 100 %-Chance der Hausherren durch Tobias Grothues und Runarsson sorgt mit dem 2:3 für den 2. Führungswechsel. Es sollte der letzte Führungswechsel sein. Beide Teams leisten sich im ersten Durchgang zwar immer wieder technische Fehler, doch die Harder sind im Angriff einfach um eine Ecke effizienter und können sich immer wieder um ein, zwei Tore absetzen. Sobald die Tiroler meinen, dass das Momentum auf ihrer Seite ist, holt sie der Harder Keeper wieder auf den Boden der Tatsachen. Drei von fünf Siebenmetern entschärft Doknic in der ersten Halbzeit. Das 9:9 in der 22. Minute markiert das letzte Unentschieden in diesem Westduell. Der Hexer verhilft seinen Vorderleuten in den letzten acht Minuten der ersten Hälfte mit drei Paraden zu Konterchancen, welche bis zur 30. Minute erfolgreich verwertet werden. So wechseln die Teams beim Stand von 10:14 die Seiten.
Petar Medic zeigt mit seinem Tor zum 11:14 sogleich auf, wohin die Reise für das Heimteam gehen soll. 20 vogelwilde Sekunden folgen, in denen beide Teams je zwei technische Fehler begehen. Die Harder nützen in Form von Matthias Hild das kurze Chaos und stellen den Vier-Tore-Abstand wieder her. Danach folgt der nächste Fauxpas im Angriff von Schwaz und Co-Kapitän Ante Tokic erhöht erstmalig auf +5 (11:16, 32. Min). Trainer Christoph Jauernik ist alles andere als zufrieden und holt per grüner Karte sofort seine Mannen von der Platte für eine kurze Taktik-Nachschärfung. Innerhalb von 19 Sekunden fallen im Anschluss an das Timeout drei Tore und zusätzlich markiert Doknic Parade #8 (13:17, 34. Min). Bis zur 41. Minute schlagen beide Teams ein enorm hohes Tempo vor und die schnelle Mitte macht ihrem Namen alle Ehre. Der Abstand bewegt sich aber weiterhin bei +4 für die Roten Teufel (20:24). Nach nur 24 Toren im ersten Abschnitt, stehen nach elf Minuten im zweiten Durchgang bereits 20 Tore zu Buche.
Bei den Hausherren reißt Rückraumshooter Petar Medic alles an sich und markiert Tor um Tor. Nachdem im ersten Durchgang die 7M-Duelle an Golub Doknic gingen, dreht Medic im zweiten Abschnitt den Spieß um. Er verwandelt jeden seiner vier Versuche. Luca Lechleitner sorgt mit zwei Toren in Folge nochmals für Spannung und verkürzt auf 23:25 in der 44. Minute. Die Tiroler ziehen sich im Anschluss aber mit drei technischen Fehlern praktisch selbst den Stecker. Die Harder nutzen diese zu einem 3:0 Lauf und stellen vorentscheidend auf 23:28. Nach einem seltenen Fehlwurf von Ante Tokic von der 7M-Linie, darf im Anschluss Jungstar Nico Sager übernehmen. Er zeigt dann auch warum ihn die Harder unbedingt an den Bodensee holen wollten, verwandelt die Straf- und andere Würfe souverän & sehenswert. Sein fünftes Tor zum 28:33 ist dann auch der Schlusspunkt dieser Partie.
HIER geht es zum Spielbericht und den Torstatistiken.
Stimme zum Spiel
Lukas Fritsch – Kapitän, ALPLA HC Hard:
“Wir starten super ins Spiel rein, es läuft direkt von Anfang an gut. Wir können von Beginn an den Druck aufrechterhalten, stehen in der Abwehr gut. Golub rettet uns hinten einige Male den Allerwertesten und gibt uns auch über das gesamte Spiel hinweg einen super Rückhalt. Im Angriff und auch in der Abwehr hatten wir in der zweiten Halbzeit eine kurze Schwächephase. Daran müssen wir noch arbeiten. Am Dienstag geht es dann mit Graz weiter, darauf liegt jetzt unser voller Fokus.”