Rote Teufel lösen Final-Four-Ticket nach Zitterpartie
Die Gäste aus Hard starten trotz achtstündiger Anreise deutlich besser in die Partie. Bereits nach fünf Minuten stellt Ante Tokic per Rückraumtreffer auf 1:3. Während die JAGS in dieser Phase mehrere Chancen ungenutzt lassen, finden sie erst nach rund zehn Minuten ins Spiel. Kovacec erzielt den Ausgleich, ehe sich auch bei den Hardern vermehrt technische Fehler einschleichen. Aufgrund starker Defensivleistungen und mehrerer Paraden auf beiden Seiten bleibt das Spiel zunächst torarm – nach 14 Minuten steht es erst 4:5.
Erst Tokic beendet nach vier torlosen Minuten die Durststrecke und sorgt für eine Zwei-Tore-Führung. Auf Vöslauer Seite hält Florian Kaiper stark, während Golub Doknic im Tor der Harder mit sehenswerten Paraden glänzt. Mendonca gleicht per Siebenmeter zum 7:7 aus (25.). In der Schlussphase der ersten Halbzeit setzt Marc-André Haunold mit zwei Treffern Akzente, doch Scheicher antwortet ebenfalls mit einem Doppelpack für Vöslau. So geht es mit einem 10:10 in die Pause.
Nach Wiederanpfiff übernehmen zunächst die Gastgeber das Kommando und gehen in der 34. Minute erstmals mit 12:11 in Führung. Offensiv bleibt die Partie weiterhin von geringer Effizienz geprägt, während die Abwehrreihen dominieren. Hard erzielt in den ersten zehn Minuten der zweiten Hälfte lediglich zwei Tore – Vöslau führt zwischenzeitlich mit 14:12 (40.). Tokic und Babic gleichen jedoch wieder aus.
Nach einem Timeout von Hard-Coach Jónsson beim Stand von 15:14 (43.) nimmt das Spiel deutlich an Tempo auf. Treffer von Rúnarsson, Sgonc und Lürzer auf Gästeseite sowie von Mendonca und Schartel auf der anderen Spielhälfte sorgen für ein ausgeglichenes 17:17 nach 47 Minuten. In der Schlussphase übernimmt erneut Haunold Verantwortung und trifft doppelt. Vom 19:19 setzen sich die Harder schließlich wieder auf zwei Tore ab (19:21, 55.). Trotz doppelter Unterzahl behaupten sie die Führung.
Keine vier Minuten sind noch zu spielen, als in der Unterzahl und im passiven Spiel gezaubert wird: Alle Augen sind auf Shooter Lukas Fritsch, doch der Pass geht auf die Seite zu Tokic, der zum 20:22 (57.) einnetzt. Die Entscheidung fällt jedoch erst in den letzten Minuten: Schartel gleicht erneut aus, ehe Mendonca nach einem Gesichtstreffer gegen Tokic die Rote Karte sieht. Haunold stellt mit seinem siebten Treffer auf 22:23.
Vöslau bleibt noch eine letzte Chance, doch die Harder Defensive lässt kaum Raum. In letzter Sekunde kommt Schartel dennoch zum Abschluss, doch der „Hexer“ Doknic macht einer möglichen Verlängerung einen Strich durch die Rechnung. Mit seiner Parade ertönt die Schlusssirene – die Roten Teufel stehen in den „Region Graz ÖHB Cup Finals 2026”!
HIER geht es zum Spielbericht und zur gesamten Torstatistik.
Stimme zum Spiel
Dejan Babic – ALPLA HC Hard:
„Das war für uns das Finale. Wir haben uns da reingehauen, als wäre es das Cup-Finale. Unser Ziel ist es, alles zu gewinnen, und das ist unsere Eintrittskarte ins Final Four. Es ist immer schwer gegen Vöslau zu spielen. Sie haben uns dieses Jahr schon zweimal geschlagen in den Ligaspielen. Jetzt im entscheidenden Cup-Spiel haben wir abgeliefert. Jetzt konzentrieren wir uns auf die Liga und bereiten uns auf die nächsten Spiele vor.“