Kampf, Klasse und Fliegertore: Hard bezwingt Linz
Spektakulärer hätte das Spiel kaum beginnen können: Den ersten Treffer erzielt Dejan Babic nach einem Konterpass mit dem Rücken zum Tor und im Flug liegend – die Fans in der Teufelsarena sind sofort elektrisiert. Die offensive Abwehr der Hausherren bereitet den Linzern sichtlich Probleme, ihr Angriffsspiel endet mehrmals mit angezeigtem Zeitspiel. Nach zehn Minuten führen die Vorarlberger knapp mit 5:4. Auch die Defensive der Gäste agiert weit vorgezogen zwischen acht und neun Metern, doch die Roten Teufel verstehen es, diese offensive Ausrichtung geschickt auszunutzen. Ein 5:0-Lauf, wovon zwei Treffer auf das Konto von Marc-André Haunold gehen, der in diesen Minuten eine tragende Rolle einnimmt, bringt Hard deutlich in Front. Lennio Sgonc stellt mit seinem zweiten Tor auf 10:4 (16.) und verschafft seinem Team ein komfortables Polster.
Die Oberösterreicher lassen sich davon jedoch nicht beirren und verkürzen mit drei Treffern in Folge auf 10:7 (19.). Dann ist es erneut Sgonc, der das Publikum zum Jubeln bringt: Ante Tokic sorgt für einen spektakulären Flieger-Pass, Sgonc versenkt den Ball im Netz. In den Schlussminuten der ersten Hälfte kämpft sich Linz nochmals heran, sodass es mit einem 13:11 in die Pause geht.
Im zweiten Durchgang gelingt es den Stahlstädtern unverzüglich auf ein Tor zu verkürzen. Zwischen der 33. und 38. Minute prägen Tumi Rúnarsson mit zwei Treffern für Hard sowie Lucijan Fizuleto mit drei Toren für Linz das Geschehen. Nach 40 Minuten liegen die Vorarlberger noch mit 17:15 vorne, ehe ein 3:0-Lauf der Gäste folgt. In der 43. Minute bringt Elmar Böhm die Linzer erstmals mit 17:18 in Führung.
Doch Hard reagiert prompt: Flügelflitzer Robin Lürzer gleicht aus, ehe ein weiterer sehenswert herausgespielter Treffer – ein Fliegertor nach Pass von Sgonc auf Rúnarsson – die erneute Führung bringt (20:19, 48.). Babic erhöht auf zwei Tore Differenz, doch Linz bleibt hartnäckig. Keeper Golub Doknic raubt ihnen jedoch den letzten Nerv, als er zwei aufeinanderfolgende Siebenmeterversuche pariert und sie daher im Rückstand bleiben lässt.
Nach einer torlosen Phase von knapp sechs Minuten stellt Tokic auf 23:21. Das Spiel bleibt bis in die Schlussphase offen. Linz verkürzt, Hard antwortet – so geht es bis zum Ende hin. 40 Sekunden vor dem Ende bringt Klimavets sein Team mit dem Treffer zum 25:24 noch einmal heran, trifft im Anschluss jedoch Haunold im Gesicht und muss das Feld verlassen. Den fälligen Siebenmeter verwandelt Tokic souverän zu seinem siebten Treffer. Beim Stand von 26:24 ertönt schließlich der Schlusspfiff.
Mit diesem Heimsieg sichern sich die Roten Teufel nicht nur zwei wichtige Punkte, sondern vorerst auch die Tabellenführung sowie das nun fixierte Viertelfinalticket der HLA MEISTERLIGA.
HIER geht es zum Spielbericht und den Torstatistiken.
Stimmen zum Spiel
Lennio Sgonc – ALPLA HC Hard:
„In der ersten Halbzeit sind wir in der Deckung wirklich gut gestanden, vorne haben wir aber viele Chancen ausgelassen. In der zweiten Hälfte war es dann ähnlich, Golub war zum Glück stark und wir konnten ihm durch unsere Defensivleistung auch gut helfen. Am Ende gehen wir durch unseren Kampfgeist als Sieger vom Platz.“
Ante Tokic – Kapitän, ALPLA HC Hard:
„Wir sind sehr zufrieden mit diesem Spiel, weil wir wussten, dass dieses Spiel der Kampf um mindestens den zweiten Platz ist. Was mir gefallen hat, wo ich die Mannschaft wirklich loben will, dass wir mit unserer Einstellung in den letzten paar Spielen auf dem richtigen Niveau sind. Wir helfen den Torhütern hinten sehr. Was ich immer sage: das wichtigste ist, so weitermachen, nie nachlassen und dann glaube ich, dass diese Mannschaft viel erreichen kann.“
Elmar Böhm – HC LINZ AG:
„Wir haben leider am Anfang ein bisschen verschlafen und sind in einen Rückstand geraten. Dann haben wir uns kurz vor der Pause nochmal zurückgekämpft, sind auch in der zweiten Halbzeit gleich gut reingekommen, hatten dann aber in ein paar Situationen Pech. Hard hat es gut gemacht und so ist es dann zu einem -2 geworden.“