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Golub Doknic – Eine Ära geht zu Ende

Ganze 15 Jahre begeisterte Golub Doknic die Fans des ALPLA HC Hard mit seinen spektakulären Paraden. Seit 2011 macht der „Hexer“ das Tor dicht und 2026, im Alter von 44 Jahren, endet nun diese beeindruckende Ära – doch die Erinnerungen bleiben für immer.

Mit erst 16 Jahren entdeckte Golub Doknic seine Leidenschaft für den Handball, davor kickte er den Ball noch mit dem Fuß. Die Karrieretreppe kletterte er dann jedoch umso schneller hinauf. Nach eineinhalb Jahren Handballtraining durfte der gebürtige Serbe bereits Teil des Jugendnationalteams sein, zwei Jahre später war er Kapitän der U18-Nationalmannschaft.

2011 wechselte „Lubo“  zum ALPLA HC Hard und prägte den Verein über 15 Jahre hinweg wie kaum ein anderer. Zahlreiche Titel, spektakuläre Paraden, legendäre Siebenmeter-Kills und sogar Feldtore machten den mittlerweile österreichischen Staatsbürger zur echten Kultfigur der Liga. Als „Hexer“ begeisterte er die Fans der #hchardfamilie über Jahre hinweg mit Emotion, Mentalität und unbändigem Siegeswillen. Nun endet diese beeindruckende Ära – im Alter von erwähnenswerten 44 Jahren.

 

Golub Doknic findet wertschätzende Worte von Herzen zum Abschied: „Nach 15 Jahren und über 700 offiziellen Spielen sowie nahezu weiteren 100 Freundschaftsspielen endet meine Karriere beim ALPLA HC Hard. Ich habe über 15 Jahre lang den Verein immer mit Herz und vielen Emotionen präsentiert und das Logo mit Stolz auf meiner Brust getragen. In meiner Zeit bei Hard habe ich insgesamt 16 Pokale gewonnen, das heißt durchschnittlich mehr als einen Pokal pro Saison, worauf ich sehr stolz bin. Ich bin dem Verein sehr dankbar, dass ich so lange hier spielen durfte. All die Jahre war ich immer einer der besten, immer ein Führungsspieler, auch darauf bin ich sehr, sehr stolz.“

Doknic richtet dankende Worte an viele prägende Begleiter: „In dieser Zeit habe ich mit vielen Leuten zusammengearbeitet, denen ich allen danken möchte. Vorne weg meinen Trainern Markus Burger, Petr Hrachovec, Klaus Gärtner, Mario Bjelis und Hannes Jón Jónsson – ihnen will ich danke sagen. Ebenso allen Leuten aus dem Büro, dem Vorstand, dem Aufsichtsrat und Präsident Günther Lehner. Allen ein großes Lob für die tolle Arbeit. Ein großes Dankeschön geht vor allem  an meine Familie. Sie sind die wichtigsten Menschen in meinem Leben und sie haben mich immer unterstützt, in guten sowie in schwierigen Momenten. Meine Familie war immer dabei und für mich da, meine Frau Aleksandra, mein Sohn Petar und meine Tochter Kalina.“

Highlights ohne Ende und ein Titelrekord

Höhepunkte herauszufiltern ist bei dieser Karriere nahezu unmöglich. Doknic selbst kann sich jedenfalls nicht festlegen – ihm bleiben einige Momente für immer in Erinnerung: Ich kann gar nicht einzelne Momente herauspicken, es gab so viele schöne Momente in Hard. Ich bin einer der Spieler, der am meisten Pokale in der Geschichte des ALPLA HC Hard gewonnen hat. Diese Momente bleiben für immer. Was definitiv dazu gehört, sind die paar Tore die ich als Torhüter geschossen habe. Zum Beispiele im Finale 2012, als ich einfach vorgerannt bin und ein Tor gemacht habe. Und das war ja noch ein paar Mal, das war einfach richtig cool. Auch die internationalen Spiele, beispielsweise gegen Skjern, waren Highlights. Wir waren totale Außenseiter, aber sind nach dem Siebenmeterwerfen gegen eine solche Top-Mannschaft mit dänischen Nationalteamspielern weitergekommen. Die Qualifikation für die Gruppenphase in der Champions League 2015 in Banja Luka natürlich sowieso. Jedes Liga-Finale war für mich ganz wichtig. Es gibt richtig viele Highlights, ich weiß gar nicht wo ich anfangen und aufhören soll. Nachdem ich die österreichische Staatsbürgerschaft bekommen habe, durfte ich sogar ein paar Mal für das österreichische Nationalteam auflaufen. Bei der Qualifikation für die Europameisterschaft und dann bei der EM in Ungarn und Slowakei war ich dabei und habe gute Leistungen auf die Platte gebracht. Auch darauf bin ich sehr stolz.“

Wer 2012 in der Teufelsarena dabei war, kann sich erinnern. Doch nicht nur vor 14 Jahren, sondern auch noch einige weitere Male in den darauffolgenden Jahren, sorgte Doknic für Gänsehaut bei den Zuschauerinnen und Zuschauern, als er seinen Torraum verließ und sich kurzzeitig zum Feldspieler verwandelte. Seine Feldtore bleiben wohl nicht nur den in der Halle anwesenden Fans in Erinnerung – diese besonderen Aktionen haben den Torhüter auch außerhalb Österreichs bekannt gemacht.

Doch nicht nur diese einzigartigen Momente, sondern vor allem seine spektakulären Paraden in den entschiedensten Momenten prägen den Keeper. Für wie viel Jubel der 1,95 Meter große Keeper in seinen 15 Jahren als Roter Teufel gesorgt hat, ist gar nicht in Worte zu fassen.

 

Auch seine Titelbilanz lässt sich sehen. Sensationelle 16 mal stemmte Doknic einen Pokal in die Höhe: Sechsmal gewann er mit seinem Team die Meisterschaft (2011/12, 2012/13, 2013/14, 2014/15, 2016/17, 2020/21), dreimal gewann er den ÖHB-Cup (2013/14, 2017/18, 2022/23), ganze sechsmal durfte er sich HLA-Supercup-Sieger nennen (2012, 2017, 2018, 2019, 2021, 2023) und den Premierentitel des HNDBL3BEAT Liga-Cups erkämpfte er sich auch noch (2026).

Danke, Golub!

Der Vorstand des ALPLA HC Hard bedankt sich mit emotionalen Worten bei Golub: Wir möchten uns bei „Lubo“ von Herzen bedanken. Golub war über viele Jahre weit mehr als nur ein außergewöhnlicher Torhüter – er war eine Persönlichkeit, ein Führungsspieler und ein prägender Teil unserer Vereinsgeschichte. Mit seiner Leidenschaft, seiner Mentalität und seinem unermüdlichen Einsatz hat er den ALPLA HC Hard entscheidend mitgeprägt, zahlreiche sportliche Erfolge mitgetragen und insgesamt sechsmal den Meisterpokal in die Höhe gestemmt. Seine Paraden, seine Ausstrahlung und seine Gewinnermentalität haben unsere Fans begeistert und unserer Mannschaft immer wieder Sicherheit und Energie gegeben. Nicht umsonst wurde er in Hard als „Hexer“ gefeiert. Im Namen des gesamten Vereins danken wir Golub Doknic für seinen außergewöhnlichen Einsatz, seine Loyalität und unzählige unvergessliche Momente. Wir wünschen ihm und seiner Familie für den kommenden Lebensabschnitt nur das Beste, vor allem Gesundheit, Glück und weiterhin viel Erfolg. Wir hoffen, Lubo auch in Zukunft bei uns in der Teufelsarena begrüßen zu dürfen!“

Erinnerungen, die für immer bleiben

Das Karriereende als aktiver Spieler fällt dem Vollblut-Handballer schwer, aber die Erinnerungen werden ihn für immer begleiten: „Es ist gerade sehr schwierig für mich ehrlichgesagt, dass ich meine Karriere beenden muss, aber dieser Moment muss halt eben irgendwann kommen. Ich habe, bis ich 44 Jahre alt war, gespielt und hatte in dieser Zeit fast keine Verletzungen, worüber ich sehr froh bin. Ich hatte eine wundervolle und erfolgreiche Karriere. Meine Familie fühlt sich hier sehr wohl, Hard ist unsere zweite Heimat geworden, meine Kinder sind hier erwachsen geworden und meine Frau hat einen super Job. Wir werden hier bleiben und unser Leben in Hard weiterführen. Und auch in der Zukunft bin ich für den ALPLA HC Hard immer erreichbar!“

 

Danke, Golub. Danke, für diese 15 unvergesslichen Jahre – du wirrst für immer ein Roter Teufel bleiben!

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