Geschlossene Teamleistung führt Hard zum Heimsieg gegen Krems
Hild ist für den Eröffnungstreffer des Topspiels am Freitagabend verantwortlich. Beide Mannschaften starten mit hohem Tempo in die Partie, die Wachauer gleichen prompt aus (2:2, 4.). Krems-Goalie Domevscek zeigt früh seine Klasse und pariert gleich zwei Würfe in Folge – Hard gerät mit 2:4 (5.) in Rückstand. Doch die Männer in Rot antworten rasch: Rúnarsson verkürzt in Minute acht auf 4:5. Vor allem in der Defensive stehen sie stabil – in einem Angriff können sie durch zwei Blocks in Folge einen Torerfolg souverän verhindern und auch im nächsten lassen sie keine Lücken zu. Nach zehn Minuten steht es 6:6.
Domevscek bleibt weiterhin ein starker Rückhalt, weshalb es den Hardern zunächst nicht gelingt, die Partie an sich zu reißen. Beim Stand von 10:12 (20.) bittet Headcoach Jónsson zur Auszeit. In der Folge schleichen sich auf beiden Seiten technische Fehler im Angriff sowie kleinere Unaufmerksamkeiten in der Abwehr ein. Dreieinhalb Minuten vor der Pause holt Babic einen Siebenmeter heraus, den Tokic souverän zum 14:14 verwandelt. Kurz darauf sorgt Sgonc per Konter für die erneute Führung der Gastgeber. Auch defensiv bleiben die Roten Teufel konzentriert, Gurskis glänzt mit einer Doppelparade und bringt die Halle zum Beben. Sieben Sekunden vor der Sirene gleicht Munzinger noch einmal aus.
Doch Hard will mehr: Nach schnellem Anwurf ziehen Rúnarsson und Babic vier Gegenspieler auf sich, ersterer passt zu Fritsch ab, der aus zwölf Metern sehenswert zum 17:16-Pausenstand einnetzt.
Nach knapp drei gespielten Minuten in der zweiten Spielhälfte muss Abwehrspezialist Tryggvi Jónsson zum dritten Mal auf die Bank und fehlt den Hardern somit für das restliche Spiel. Allgemein kommen die Niederösterreicher besser aus der Kabine, jubeln über einen 3:0-Lauf und stellen auf 17:19. Tokic verkürzt vom 7-Meter-Strich, Rudischer trifft für Krems zwar ebenso, doch Fritsch stellt den Anschluss für sein Team sofort wieder her. Kapitän Tokic erwischt einen Glanztag, netzt gleich dreimal in Folge ein und dann nützt noch Torhüter Doknic das leere Tor auf der anderen Seite, um sich in die Torschützenliste einzutragen. Ein 5:0-Lauf bringt Hard nach 42 Minuten mit 23:20 in Führung.
In der Folge entwickelt sich ein offener Schlagabtausch. Ab der 47. Minute nutzen die Gäste eine Zeitstrafe gegen Hard gekonnt für sich und drehen die Partie von 27:24 auf 27:28. Hild gleicht schnell aus, anschließend geht es Tor um Tor weiter. Beim Stand von 29:30 (52.) nimmt Krems-Coach Thaqi seine Auszeit. Hofmann trifft zum +2 für die Gäste, zudem pariert Höllerer im Tor der Kremser. Doch auch Doknic zeigt starke Paraden, und vorne ist es erneut Tokic, der mit einem Doppelschlag zum 31:31 ausgleicht. Mit seinem verwandelten Siebenmeter in Minute 57 (32:32) erzielt der Kroate bereits seinen zehnten Treffer des Abends.
In der entscheidenden Phase beweisen die Hausherren die stärkeren Nerven: Hild sorgt für die Führung, Doknic entschärft einen Flügelwurf von Rudischer und Babic setzt mit einem Doppelpack den Schlusspunkt. Als die Sirene ertönt und die Anzeigetafel 35:32 zeigt, steht die Teufelsarena Kopf. Ein starker Sieg, zwei wichtige Punkte und jede Menge Selbstvertrauen!
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Stimmen zum Spiel
Lukas Fritsch – ALPLA HC Hard:
„Nach der Niederlage am Samstag in Ferlach haben wir uns gut zurückgekämpft. So muss es jetzt weitergehen. Wir sind gut ins Spiel gekommen, haben in der ersten sowie in der zweiten Halbzeit eine kurze Schwächephase, das darf uns so nicht passieren, daran müssen wir arbeiten. Wir haben Kampfgeist gezeigt und was wir können! Wir sind sehr glücklich über diesen Sieg und die zwei Punkte, dennoch haben wir noch einiges gut zu machen und das wollen wir nächste Woche so weiterführen.“
Ante Tokic – ALPLA HC Hard:
„Wir sind überglücklich mit diesem Sieg, besonders, weil wir sehr viel Zeit nach dem letzten Spiel investiert haben, dass wir unsere Basics abrufen können. Ich glaube, das ist uns heute gelungen. Nicht zu hundert Prozent, aber es war deutlich ein Schritt nach vorne. Was mir auch gefallen hat, ist, dass wir in allen Höhen und Tiefen nie den Kopf verloren haben. Wir haben nahezu die gesamten 60 Minuten ein gutes Niveau gezeigt. Das Wichtigste ist jetzt, was ich immer sage, weitermachen und nicht aufhören, weiter entwickeln und dann wird das!“
Benedikt Rudischer – FÖRTHOF UHK Krems:
„Ich glaube, wir sind ganz gut in die Partie gestartet, haben dann in der ersten Halbzeit aber ein paar dumme Fehler gemacht, obwohl wir teils in doppelter Überzahl waren. In der zweiten Hälfte haben wir uns wieder herangekämpft, machen jedoch am Schluss ein paar blöde technische Fehler, verwerfen und so ist es dann leider ein -3 geworden.“