Dominik Schmid

Die Sensation ist perfekt!

Der ALPLA HC Hard wirft das dänische Starensemble Skjern Handbold nach Siebenmeter-Krimi mit einem Gesamtscore von 60:59 aus dem EHF-Cup. Am Freitag Westderby gegen Schwaz in der Sporthalle am See.

Die Riesenüberraschung ist perfekt: Der ALPLA HC Hard gewinnt mit 35:33 n. P. (26:25, 14:14) beim dänischen Starensemble Skjern Handbold und zieht mit einem Gesamtscore von 60:59 in die dritte Qualifikationsrunde des EHF-Cups ein. Mit dem 26:25-Auswärtssieg in der Skjern Bank Arena zogen die Harder Eurofighter, die das Rückspiel über weite Strecken dominierten, mit den Wikingern gleich. Im anschließenden Siebenmeter-Krimi behielten die Roten Teufel vom Bodensee die Nerven.

Österreichs Vizemeister musste dabei auf die beiden langzeitverletzten Dominik Schmid (Sehnenverletzung in der Fußsohle) und Nejc Zmavc (Achillessehnen-OP) verzichten. Dafür standen in der Startformation mit Europacup-Debütant Paul Becvar (17), Paul Schwärzler (19) und Konrad Wurst (21) gleich drei Harder Youngsters.

Und die hatten vor dem in Bestbesetzung auflaufenden dänischen Starensemble keinerlei Respekt (4:4/10. Minute). Rechtsaußen Paul Schwärzler brachte die Vorarlberger kurz darauf erstmals in Führung. Kreisläufer Lukas Schweighofer staubte zum 6:4 ab und der ehemalige ÖHB-Teamchef und derzeitige Skjern-Coach Patrekur Johannesson musste schon früh ein Timeout nehmen.

Mitte der ersten Halbzeit erzielte Juniorenteamspieler Paul Schwärzler das 9:6 für die Gäste aus Hard und es wurde ganz still in der Skjern Bank Arena. Denn die Rückraumakteure Tine Poklar und Gerald Zeiner zogen gekonnt die Fäden.

Auf beiden Seiten standen wie im Hinspiel die Torhüter Golub Doknic bzw. Robin Haug von Anbeginn an im Brennpunkt. Und zum Entsetzen der Hausherren hielten die Österreicher die Dänen weiterhin mit bis zu drei Toren auf Distanz (13:10/25.).

Die Weltklassespieler Bjarte Myrhol, Thomas Mogensen und Anders Eggert warfen ihr ganzes Können in die Waagschale und Skjern glich zum 13:13 (29.) aus. Mit dem Stand von 14:14 ging es nach 30 Minuten in die Kabinen.

Nach dem Wiederanpfiff brachte Rene Rasmussen (6 Tore) die Skandinavier in doppelter Überzahl nach über 20 Minuten wieder mit 15:14 in Führung. Aber Ivan Horvat hatte die passende Antwort zum 15:15. Nachdem „Hexer“ Golub Doknic (19 gehaltene Bälle) den Wikingern wiederholt den Zahn zog eroberte Boris Zivkovic in der 36. Minute die Harder Führung zurück. Und Gerald Zeiner legte zum sensationellen 22:19 (43.) aus Harder Sicht nach.

Hard-Torwart Golub Doknic parierte einen Strafwurf des ehemaligen Bundesliga-Torschützenkönigs Anders Eggert. So ging es mit 23:21 in die letzten ganz heißen zehn Minuten. Drei Minuten vor der Schlusssirene eroberten die Gastgeber nach langer Zeit durch einen Doppelpack des norwegischen Vize-Weltmeisters Eivind Tangen mit dem 24:23 die Führung zurück. Eiskalt und postwendend kam das 24:24 von Thomas Weber.

Eine strittige Schiedsrichterentscheidung brachte eine Zeitstrafe für Max Hermann und einen Siebenmeter für die Dänen. Doch Anders Eggert versagten im Duell mit Golub Doknic die Nerven. Die ganz große Sensation lag in der Luft

62 Sekunden vor dem Ende die 25:24-Führung durch einen Kracher von Ivan Horvat. Bei 59:49 Minuten traf der Kroate zum sechsten Mals zum vielumjubelten 26:24. Aber mit der Schlusssekunde egalisierten die abgezockten Dänen das 26:25 aus dem Hinspiel.

Im anschließenden Siebenmeterwerfen scheitern zuerst Gerald Zeiner bzw. Jonathan Stenbäcken am gegnerischen Goalie. Nach fünf Werfern stand es 30:29 für den ALPLA HC Hard.

Dann folgte eine fast zehnminütige Unterbrechung. Der EHF-Delegierte aus Schweden griff zum Handy und telefonierte hektisch. Anschließend ging das Siebenmeterwerfen bis zur Entscheidung weiter. Erneut hielt Golub Doknic einen Wurf des schwedischen Teamspielers Jonathan Stenbäcken. Hards Tine Poklar behielt daraufhin die Nerven und traf zum 35:33 n. P. (26:25, 14:14).

„Ich bin sprachlos. Ein Riesenkompliment an die Mannschaft und das Trainerteam. Diese Leistungssteigerung nach der Heimpleite im Mittwochsspiel gegen Ferlach ist einzigartig. Wir haben uns in Europa perfekt präsentiert und hoffen auf einen weiteren attraktiven Gegner. In der heimischen Liga dürfen wir jedoch unsere Hausaufgaben nicht vergessen“, so Thomas Huemer, Sportlicher Leiter des ALPLA HC Hard.

Am Sonntagmittag kehren die glorreichen Roten Teufel wieder im Ländle zurück. Bereits Dienstagfrüh geht es mit dem Bus in die Wachau. Im Nachtragsspiel der 8. Hauptrunde der spusu LIGA sind die Harder bei Titelverteidiger ERBER UHK Krems zu Gast. Und am Freitagabend steht dann in der Sporthalle am See das Westderby gegen Sparkasse Schwaz HANDBALL TIROL an.

 

Rückspiel  2. EHF-Cup-Qualifikationsrunde:

  • Skjern Handbold (DEN) – ALPLA HC Hard 33:35 n. P. (25:26, 14:14), Skjern Bank Arena, SR Metalari/Nikolovski (MKD), EHF-Delegierter Thelander (SWE). Gesamtscore: 60:59 für Hard. Hinspiel 26:25 für Skjern.  Tore: Eggert 7/5, Rasmussen 6, Tangen 4, Mogensen 3, Myrhol 3, Konradsson 1, Söndergaard 1 bzw. Horvat 6, Schweighofer 4, Zeiner 4/2, Poklar 3, Schwärzler 2, M. Schmid 2, Zivkovic 2, Weber 2, Wurst 1,

 

8. Hauptrunde spusu LIGA, Dienstag, 15. Oktober:

  • ERBER UHK Krems – ALPLA HC Hard, 19 Uhr, Sporthalle Krems, SR Brkic/Jusufhodzic (W)

 

9. Hauptrunde spusu LIGA, Freitag, 18. Oktober:

  • ALPLA HC Hard – Sparkasse Schwaz HANDBALL TIROL, 19 Uhr, Sporthalle am See, SR Posch/Stangl (W). Beginn U20-Spiel um 17 Uhr.

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Gerald Zeiner