Roland Schlinger

Am Ende fehlte ein Tor!

Der ALPLA HC Hard scheidet nach dem 29:29 im Rückspiel gegen OCI-LIONS aus dem EHF-Cup aus. Beim Gesamtscore von 52:52 entschied die Auswärtstorregel zugunsten der Niederländer. 

Ganz bitteres Ausscheiden für den ersatzgeschwächten ALPLA HC Hard auf der internationalen Handballbühne: Im Rückspiel der 2. Qualifikationsrunde zum EHF-Cup geben die Vorarlberger gegen die OCI-LIONS im dramatischen Finish eine Drei-Tore-Führung aus der Hand. Nach dem 23:23 in der Vorwoche in Sittard steigen die Niederländer mit dem 29:29 (16:15) in Hard und dem Gesamtscore von 52:52 aufgrund der Auswärtstorregel auf.

.Die beiden Youngsters Theo Surblys (18) und Konrad Wurst (20) waren für die ersten drei Tore der Hausherren verantwortlich. Nach drei Minuten ging Hard durch einen Gegenstoß von Abwehrchef Max Hermann mit 4:3 in Führung. Thomas Hurich im Kasten der Harder hielt gleich die ersten Bälle. In der schnellen Partie gegen den Westwien-Bezwinger ging es hin und her. Mitte der ersten Halbzeit stand es 8:8.

Vor stimmungsgeladenen 1000 Zuschauern in der Sporthalle am See legten die Gastgeber immer wieder vor. Doch die Limburger Löwen bissen sich fest. Erst in Doppelschlag von Luca Raschle in der 20. Minute brachte die erstmalige Zwei-Tore-Führung zum 13:11.

Thomas Weber und Michael Knauth scheiterten von der Siebenmeterlinie und die OCI-LIONS waren wieder auf 14:14 (25. Minute) dran. Mit dem Stand von 16:15 ging es nach 30 Minuten in den Kabinengang.

Nach dem Wiederanpfiff ging es in der gleichen Tonart weiter. Beide Teams fighten verbissen. Und auch Torwart Golub Doknic, der in der 18. Minute in Spiel kam, war omnipräsent. Die Harder waren immer wieder ein bis zwei Tore vorne (19:17/39.), konnten sich aber nicht entscheidend absetzen.

Mit dem Stand von 23:22 ging es in die finalen zehn Minuten. Acht Minuten vor Schluss kam Spielmacher Gerald Zeiner erstmals aufs Feld. Lukas Schweighofer verwandelte seinen zweiten Siebenmeter zum 26:24 (54.). Doch die Messe war noch lange nicht gelesen.

Beim Stand von 27:25 (57.) zeigten die Niederländer Nerven und verwarfen. Gerald Zeiner nahm – als die Unparteiischen wieder einmal Zeitspiel anzeigten – Maß und traf zum 28:25 (58.). Doch die Gäste verkürzten schnell auf 28:27. 60 Sekunden vor Schluss erhöhte Luca Rasche auf 29:27. Postwendig das 29:28 der Niederländer.

30 Sekunden vor der Schlusssirene nahm Klaus Gärtner eine letzte Auszeit. Doch schon nach zehn Sekunden pfiffen die weißrussischen Schiedsrichter wegen Zeitspiel ab. Michael Knauth im Anschluss mit einem Blackout. Der Linkshänder gab den Ball nicht frei. Es gab regelkonform die Rote Karte für den 35-jährigen Routinier und einen Siebenmeter für die Niederländer, den sie zum 29:29 verwerteten. Nach dem 23:23 in Sittard und dem 29:29 in Hard steigen die OCI-LIONS infolge der Auswärtstorregel in die 3. EHF-.Cup-Qualifikationsrunde auf.

„Wir waren heute zu dumm einen Drei-Tore-Vorsprung über die Zeit zu bringen,“ ärgerte sich Hard-Cheftrainer Klaus Gärtner über die letzten 30 Spielsekunden.

„Wir haben unglaublich gekämpft. Hard ist eine Mannschaft mit viel Qualität. Uns sind viele Fehler unterlaufen, die Hard postwendend ausgenützt hat. Ich bin mächtig stolz auf meine Truppe,“ freute sich Gästetrainer Mark Schmetz.

2. Qualifikationsrunde zum EHF-Cup, Rückspiel:

  • ALPLA HC Hard – OCI-Lions (NED) 29:29 (16:15), 1000 Zuschauern, Sporthalle am See, SR Valery und Yury Butskevich (BLR), EHR-Delegierter Ion Serbu (ROU). Raschle 7, Wurst 5, Surblys 4, M. Schmid 4. Schiller 3, Zmavc 2, Schweighofer 2/2, Zeiner 1, Hermann 1 bzw. Baart 8, Stavast 5, Heijnen 5, Steins 5/4, Adams 2, Jansson 2, van Straaten 1, Ramos 1. Rote: Knauth (60./Unsportlichkeit/Hard). Hinspiel 23:23. Gesamtscore 52:52. OCI-LIONS aufgrund der Auswärtstorregel weiter.

 8. Hauptrunde spusu LIGA, Freitag, 19. Oktober:

  • Union JURI Leoben – ALPLA HC Hard, 19 Uhr, Sporthalle Donawitz, SR Brkic/Jusufhodzic (Wien)

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Gerald Zeiner