Slowenien erreicht Spiel um Platz fünf
Slowenien qualifiziert sich mit einem 36:27-Sieg über Weißrussland für das Spiel um Platz 5/6 gegen den Sieger aus Österreich gegen Kroatien. Die Weißrussen spielen gegen den Verlierer von Österreich vs. Kroatien um Platz 7/8.
Im ersten Kreuzspiel der Plätze 5 bis 8 ging es zwischen Slowenien und Weißrussland von Anfang an hart zur Sache. Beide Mannschaften wussten zwar, dass sie sich mit einer Platzierung in diesen Rängen bereits für die WM qualifiziert hatten, jedoch lässt es der Ehrgeiz eines Sportlers nicht zu ein Spiel kampflos aufzugeben. Obwohl die Slowenen von Anfang an die Oberhand in diesem Spiel hatten, kämpften die Weißrussen tapfer weiter. Trotzdem waren sie bis zur Halbzeit schon mit 7 Toren im Rückstand und diesen konnten sie auch in der 2. Halbzeit nicht mehr aufholen.
Slowenien (Halbzeit-Interview mit Podvrsic Andraz (SLO), Kreisläufer von Bregenz Handball): Schade, dass Slowenien es nicht ins Halbfinale geschafft hat. Sie liefern ein gutes Spiel bis jetzt und sind für mich die beste Mannschaft unter diesen vier. Es ist eine junge Mannschaft mit 15- und 16 Jährigen, die viel Potential haben und mit denen der Trainer gut arbeitet. Ich bin mir sicher, dass sie den 5. Platz schaffen.
Weißrussland (SHAREIKA Aleh, Ass-Coach): Slowenien ist zwar eine starke Mannschaft, aber wir haben dieses Spiel verloren, weil wir einfach schlecht gespielt haben. Bis zur WM haben wir noch 1 Jahr Zeit und werden uns nun überlegen, was wir besser machen können. Wir werden versuchen viele Testspiele zu haben und kurz vor der WM können wir dann vielleicht sagen, was wir uns erwarten.
Tschechien spielt um Platz 13
Durch den 32:26-Sieg über Finnland spielen die Tschechen um den 13. Platz und die Finnen um Platz 15. Die Finnen erwischten einen Traumstart und gehen gleich mit 4:0 in Führung (6. Min.). Dann kommen auch die Tschechen im Spiel an und in der 20. Minute reißen sie erstmals die Führung mit 10:9 an sich. Diesen Vorsprung geben sie das ganze Spiel über nicht mehr ab. Die Finnen sind den anderen Mannschaften einfach körperlich unterlegen und können so nicht über 60 Minuten Paroli bieten.
Als beste Spieler ihrer Mannschaft wurden Josef Jonas Tschechien) und Anthony Hellakoski (Finnland) ausgezeichnet.
Schweiz setzt sich gegen Island durch
Die Schweiz gewinnt zum zweiten Mal bei der Euro 2012, diesmal gegen Island mit 25:20 und spielt damit morgen gegen Tschechien um Platz 13.
Am Anfang tun sich die Eidgenossen noch schwer gegen die Nordländer und müssen einem Rückstand hinterherlaufen. Ab der 20. Minute bekommen sie das Spiel aber in den Griff und können sich bis zur Pause auf 14:10 absetzen.
In der 2. Hälfte können sich die Isländer noch auf 16:17 heran kämpfen (44. Min.), aber dann legen die Schweizer noch einmal zu und kommen am Ende zu einem verdienten Sieg.
Als beste Spieler ihrer Mannschaft wurden Noah Ineichen (Schweiz) und Anthony Agust Eli Björgvinsson (Island) ausgezeichnet.
Serbien holt das neunte WM-Ticket
Serbien schlägt Frankreich knapp mit 36:35 (16:21). Damit spielen die Serben um Platz 9 und die Franzosen um Platz 11, für Serbien bedeutet dieser Sieg auch das WM-Ticket für 2013, das die Mannschaften, die um Platz eins bis acht spielen, schon fix haben.
Nach ausgeglichenem Beginn können sich zuerst die Serben mit zwei Toren absetzen, dann schlagen die Franzosen zurück und führen zu Halbzeitpause mit 21:16.
In der 2. Hälfte können sie die Führung bis zur 54. Minute verteidigen. Dann gelingt den Serben der Ausgleich und sie gehen kurz danach in Führung, die sie auf zwei Tore ausbauen. Frankreich gelingt am Ende nur noch der Anschlusstreffer.
Als beste Spieler ihrer Mannschaft wurden Vincent Thouvenot (Frankreich) und Stefan Terzic (Serbien) ausgezeichnet.
Schweden ist der erste Finalist
Schweden besiegt im ersten Halbfinael Dänemark mit 35:28 und steht erwartungsgemäß im Finale der U18 Euro. Der Gegner heißt entweder Spanien oder Deutschland.
Im 1. Halbfinalspiel trafen Schweden und Dänemark aufeinander, womit die Bregenzer Besucher ein Derby der Nordländer zu sehen bekamen. Die Erwartungen an die bis jetzt ungeschlagenen Schweden waren groß und auch nach der Niederlage von Dänemark gegen Spanien, im Spiel am Donnerstag, konnte man vermuten, dass der dänische Trainer eine klare Ansage gegenüber seiner Mannschaft getätigt hatte. Die Schweden machten von Anfang an klar, dass sie ihre weiße Weste behalten wollen und lagen zur Halbzeit bereits mit 6 Toren in Führung. Durch platzierte Würfe der starken Rückraumspieler versuchten die Dänen den unbezwingbaren Schweden entgegenzuhalten. Am Ende mussten sie sich jedoch eingestehen, dass es nur mehr für das Spiel um Platz 3 reichen würde.
Schweden (Nr. 11, Zettermann Pontus (bester Spieler)): Es ist ein großartiges Gefühl es ins Finale geschafft zu haben. Das Spiel hatte definitiv Derby-Charakter. Wir haben schon einmal ein Trainingsspiel gegen Dänemark gespielt, das wir gewonnen haben, aber sind sicher nicht in dieses Spiel gegangen, mit dem Gedanken, dass wir es schon gewonnen haben. Dasselbe gilt fürs Finale morgen – es wird ein schweres Spiel werden, egal ob wir auf Deutschland oder Spanien treffen.
Dänemark (Hansen Claus, Head coach): Zuerst einmal muss man den Schweden Respekt zollen. Sie haben hervorragend und sehr konsequent gespielt. Ich denke wir hätten in den letzten paar Minuten der 1. Halbzeit eine Chance gehabt wieder an sie heran zu kommen, haben diese aber leider nicht genutzt. Unsere Rückraumspieler waren nicht präzise genug im Abschluss. Schon im Oktober, beim Trainingsspiel gegen Schweden, haben wir mit 9 Toren verloren, aber wir haben gehofft, dass die Niederlage diesmal nicht so hoch ausfällt.
Deutschland ist der zweite Finalist
Deutschland erobert den 2. Startplatz für das Finale mit einem klaren 42:37-Erfolg über Spanien.
Spanien gegen Deutschland hieß das 2. Halbfinale des Tages, das nicht weniger Spannung versprach als das 1. Halbfinale. Für viele wohl eine Überraschung, dass die Spanier es so weit gebracht hatte, wer jedoch die Spiele ein bisschen beobachtet hatte, wusste, dass einige ihrer Gegner mit dem hohen Tempo der Südeuropäer ihre Probleme hatten. Deutschland schien sich jedoch gut auf das Spiel eingestellt zu haben und zeigte sich von der offensiven Deckung der Spanier wenig beeindruckt. Auch sie haben einige wendige, schnelle Spieler im Team und lagen somit zur Halbzeit mit 4 Toren in Führung. Die 2. Halbzeit ließ bald vermuten, dass sich die Nachbarn aus Deutschland die Führung nicht mehr nehmen lassen. Bis zur 37. Minute hatten sie ihren Vorsprung auf 7 Tore ausgebaut und bei 37:28 waren es erstmals 9 Tore. Am Ende konnten die Spanier das Ergebnis noch etwas korrigieren, aber der Deutschland-Sieg war nie in Gefahr.
Spanien (FRANC ARCHAS Ricard, Head coach): Ich bin sehr stolz auf meine Mannschaft. Herzliche Gratulation an Deutschland, sie haben wirklich sehr gut gespielt. Wir haben zwar eine Videoanalyse gemacht, aber wir waren nicht vorbereitet auf so ein Spiel.
Deutschland (Interview mit Heiner Brand, Männer Ex-National Team Coach, vor dem Spiel): Ich habe gehört, dass Spanien eine sehr offensive Deckung spielt. Unsere Jungs tun sich normalerweise immer ein bisschen schwer bei einer offensiven Deckung, aber ich nehme an, dass sie sich darauf vorbereitet haben. Schweden habe ich heute das 1. Mal in einem ernsthaften Spiel gesehen und es ist eine sehr starke Mannschaft. Sie sind eindeutig Turnierfavorit, andererseits haben wir bei Deutschland auch gute Leute.
Norwegen holt letztes WM-Ticket
Norwegen deklassiert Rumänien mit 41:27 (19:12). Damit spielen die Norweger gegen Serbien um Platz 9 und Rumänien spielt gegen Frankreich um Platz 11. Norwegen und Serbien sind damit automatisch für die WM im nächsten Jahr qualifiziert.
Die Rumänen konnten das Spiel bis zur 10. Minute offen gestalten. Danach kam der Norwegen Express ins Rollen und endete mit einem 41:27 Sieg für die Nachfahren der Wikinger.
Als beste Spieler ihrer Mannschaft wurden Ramon Alin Somlea (Rumänien) und Haavard Aasheim (Norwegen) ausgezeichnet.
Österreich im Spiel um Platz fünf
Rot-Weiß-Rot besiegt Rot-Weiß-Blau in einem sensationellen Spiel mit 23:22, Österreich spielt nun am Sonntag um Platz fünf!
Der Gastgeber Österreich startete mit einer rückenstärkenden Fankulisse hoch motiviert in die Partie. Leider konnten sie aber in der 1. Halbzeit nur 15 Minuten mithalten und die Kroaten konnten bis zur Pause mit 4 Toren in Führung gehen. Trainer Roland Marouschek wird ihnen in der Pause ordentlich die Leviten gelesen haben und in der 2. Halbzeit zeigten die Österreicher wieder auf, was sie eigentlich konnten. Sie kämpften sich Tor um Tor an die Kroaten heran und schafften den Ausgleichstreffer in der 43. Minute. Von da an war es ein Rennen um den Sieg. Als die Nummer 28 der Österreicher, Christoph Neuhold, in Minute 59:23 den Führungstreffer im Tor platzierte, war die ganze Halle am Brodeln. Die Österreicher behielten die Nerven und spielten den Sieg nach Hause.
Österreich (Roland Marouschek, Head coach): Dieser Sieg ist historisch für mich, denn es hat keine österreichische Mannschaft bis jetzt geschafft bei einer Europameisterschaft besser zu sein. Wenn mir vor 3 Wochen jemand gesagt hätte, dass wir so spielen können, hätte ich das nicht geglaubt. Handballerisch können wir weder die Kroaten, noch die Slowenen oder sonst jemanden, an die Wand spielen. Dieses Spiel haben wir mit purem Kampfgeist gewonnen. In der Kabine waren sich alle einig darüber, dass wir diesen Sieg mehr wollen als die Kroaten, aber was ich meinen Jungs in der Pause gesagt habe, darüber möchten wir hier nicht schreiben!
Roland Frühstück (Manager Bregenz-Handball): „Das war die Bestätigung, die das Team gebraucht hat nach den Niederlagen gegen Schweden und Deutschland. Das Team hat besser gespielt als beim Sieg über Norwegen!“
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